Hallo liebe Wobstories-Freunde.
In dieser Schublade gibt es immer wieder neue Infos, Termine, Tipps und Hinweise, Warnungen oder auch mal etwas Satirisches oder Skurriles in Bild und Schriftform. Viel Spaß damit.


 

Schloßstraße 8: Helga Pape zeigt Afghanische Landschaften

Die Künstlergruppe „Schloßstraße 8“, angesiedelt in Wolfsburgs Wahrzeichen, dem
historischen Renaissanceschloss, gehörte zu den renommierten „Kunstadressen der
jungen Stadt Wolfsburg in der Nachkriegszeit. Zum 45jährigen Gründungsjubiläum der
Gruppe startete das Kulturbüro eine Reihe, die einzelne Mitglieder der Gruppe mit
Einzelausstellungen präsentiert. Helga Pape, Mitglied direkt nach der Gründungsphase
der Künstlergemeinschaft und 1961 Preisträgerin des Kunstpreises der Stadt
Wolfsburg, wird in dieser Reihe mit ihrem wichtigsten Zyklus, den
„Afghanistan-Arbeiten“ vorgestellt. Ihre Reise durch Afghanistan im Jahr 1975 hat
die Künstlerin nachhaltig beeindruckt, so dass Sie sich diesem Thema jahrelang
künstlerisch widmete. Die groß dimensionierten farbigen Landschaftszeichnungen, aber
auch ihre qualitätvollen Arbeiten zu anderen Themen sowie der künstlerische
Werdegang Helga Papes insgesamt sind in den letzten Jahren wenig präsent gewesen in
Wolfsburg.
Zusätzlich zur Ausstellungseröffnung wird an diesem Sonntagvormittag ein Katalog des
Kulturbüros vorgestellt, der den Werdegang der einzelnen Mitglieder der Schloßstraße
8 dokumentiert. Er legt den Focus besonders auf die Gründungszeit der Gruppe. Durch
Zeitzeugeninterviews, Abbildungen und Dokumente wird die künstlerische
Aufbruchsstimmung der 60er und 70er Jahre in Wolfsburg noch einmal besonders
plastisch nachvollziehbar.  Damals wurde der Grundstein gelegt für das ungewöhnliche
Profil einer Großstadt, die Industrie und Kultur zu ihrem Markenzeichen gemacht hat.

Öffnungszeiten der Ausstellung: 21. Februar bis 14. März 2010, Dienstag-Freitag
10:00-17:00 Uhr, Sa 13:00-18:00 Uhr, So 11:00-18:00 Uhr

 

Koller-Preis 2010 bundesweit ausgelobt

Koller-Preis 2010 bundesweit ausgelobt
Studenten sind aufgefordert architektonisch-städtebauliche Projekte zum Thema
Wolfsburg zu entwickeln

 

Bundesweit lobt die Stadt Wolfsburg in 2010 bereits zum vierten Mal den
Koller-Preis, einen Architekturpreis für Studierende, aus. Gesucht werden kreative
Ideen und Planungsansätze rund um das Thema Wolfsburg. Eingereicht werden dürfen
Projekte in den Fachrichtungen Städtebau, Architektur, Landschaftsplanung,
Denkmalpflege oder freie Kunst. Sie müssen in den vergangenen 24 Monaten an einer
deutschen Hochschule entstanden sein. Der Ideenpreis ist nicht auf ein konkretes
Thema oder Planungsgebiet begrenzt. Die Studierenden sind frei in ihrer Themenwahl.
Der Preis ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert. Einsendeschluss ist der 13.
September dieses Jahres.

Die Bandbreite der Möglichkeiten im ,,Wolfsburger Koller-Preis’’ ist groß. Sie
reicht von stadtplanerischen Arbeiten bis zur Innenarchitektur, von der Theorie bis
zum Entwurf. Prämiert wird ein innovativer beziehungsweise experimenteller Ansatz,
der neue Impulse für die Stadt verspricht. Grenzen der Technik und des Denkens
sollen ausgelotet werden.

Das neue Preisverfahren, das durch den Gestaltungsbeirat der Stadt Wolfsburg
entschieden wird, hat Monika Thomas initiiert. „Unser Ziel ist es, den
Studienprojekten, die aus dieser Auseinandersetzung mit unserer Stadt entstehen,
mehr Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit zu geben“, erklärt Wolfsburgs Stadtbaurätin.

Der Auszeichnung ist benannt nach dem Architekten und Stadtplaner Peter Koller (1907
bis 1996), der bis 1960 die städtebauliche Entwicklung Wolfsburgs entscheidend
prägte. Vergeben werden der ,,Wolfsburger Koller-Preis’’ und maximal drei
Anerkennungen, die dann am 17. November mit einem Festakt im phaeno gewürdigt
werden. Eine Auswahl der Arbeiten zeigt anschließend eine Ausstellung im Wolfsburger
Rathaus. Zusätzlich ist eine Dokumentation vorgesehen.

Erstmals verliehen wurde die Auszeichnung in 2007. Julian Busch, Technische
Universität (TU) Braunschweig, überzeugte damals mit einem Entwurf für ein Museums-
und Archivgebäudes am Mittellandkanal. 2008 ging der Preis an Sofie Miller, TU
Kassel, für das Thema ,,Grünes Wohnen in der Stadt’’. Im vergangenen Jahr wurde die
Arbeit ,,Retrofaktur’’ von Alexander Münch, TU Braunschweig, unter 65 Teilnehmern
von 23 Lehrstühlen prämiert. Diese schlägt einen Recycling-Pavillon für die
Autostadt vor.

Die detaillierte Ausschreibung findet sich unter www.wolfsburg.de oder lässt sich
anfordern beim Forum Architektur der Stadt per E-Mail:
nicole.froberg@stadt.wolfsburg.de.

 

Wolfsburg hat endlich einen kompletten Veranstaltungskalender WOB2GO

Wer sich informieren will, wo, was, wie in Wolfsburg, los ist, der hat jetzt endlich das komplette Paket in http://www.wolfsburg2go.de/

Hier wird alles angekündigt. Nicht nur Sting in der Autostadt sondern auch der Tai Chi Kurs im Mehrgenerationenhaus.

Ausgewählte Filme von Wobstories sind dort auch zu sehen. Unbedingt merken!


 

FIFA Frauen-WM 2011 | Vorverkaufsstellen stehen fest und sind ab Freitag geöffnet

Die FIFA Frauen-WM 2011 in Wolfsburg rückt immer näher. Nach dem erfolgreichen Start des Onlineverkaufs der Städteserie - der Kaufberechtigt zum Einlass aller vier Spiele in Wolfsburg - beginnt nun der Verkauf in den Vorverkaufsstellen. In Wolfsburg können die Karten für die Spiele  beim M.Punkt im Hauptbahnhof, Willy-Brandt-Platz 5, sowie in den Geschäftsstellen der Wolfsburger Nachrichten, Porschestraße 22,  sowie der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung, Porschestraße 74, ab Freitag, 11. Dezember, erworben werden. Die Stadteserie für Wolfsburg ist bereits ab 75 Euro erhältlich und beinhaltet neben drei Gruppenspielen ein
Viertelfinalspiel in der Arena im Allerpark.

Neben den Wolfsburger Verkaufsstellen besteht in unserer Region auch die Möglichkeit die Karten in der Tourismusinformation in Braunschweig zu erwerben (Vor der Burg 1, 38100 Braunschweig).

"Wir sind froh, dass die Tickets jetzt auch direkt vor Ort hier in Wolfsburg gekauft werden können", so Dennis Weilmann, WM-Projektleiter der Stadt Wolfsburg. Schließlich gebe es viele Menschen, die nicht über einen Internetzugang verfügen, oder die Tickets aus anderen Gründen gern direkt in der Vorverkaufsstelle erwerben möchten.

Der Islam und pädagogische Fachkräfte: miteinander

Organisiert vom Projekt NiKo (Niedersächsisches Kooperations- und Bildungsprojekt) trafen sich gestern am 01.12.09 Vertreter von Schulen und Kindertagesstätten als auch Integrationsbeauftragte im Freizeit- und Bildungszentrum Westhagen. Thema der Veranstaltung „Der Islam und pädagogische Fachkräfte: miteinander“.


Der Abend wurde mit einem Vortrag von Mohamed Ibrahim, seines Zeichens Imam und Geschäftsführer des Islamischen Kulturzentrums Wolfsburg, begonnen. Ibrahim, gebürtiger Ägypter, studierte zunächst Wirtschaftsingenieurwesen, zeitgleich absolvierte er sein Koranstudium als auch das große Deutsche Sprachdiplom.


Der Vortrag behandelte zehn Grundbegriffe die den Islam prägen. Im Einzelnen sind dies der Islam, Allah, Mohammed, der Glaube, der Dschihad, der Mensch, die Frau, der Koran, die Sunna und zum Abschluss auch das „heute und hier“. Nachdem der Vortrag welcher einige Grundfragen klären konnte und den Anwesenden das Verständnis des Islams näher gebracht hatte abgeschlossen war, wurde das anwesende Fachpersonal einbezogen um eine offene Diskussion zu führen.


So wurden Beispielsweise Fragen nach dem richtigen Umgang mit dem Kopftuch welches junge Schülerinnen tragen, als auch der mangelnde Respekt von männlichen Schülern gegenüber ihren Lehrkräften, erörtert. Nicht immer war eine Lösung der Probleme vor Ort möglich, dennoch hat die Veranstaltung bewirken können, dass die Probleme nicht immer im Islam liegen sondern auch in den unterschiedlichen Wertvorstellungen, anderen Erziehungsmethoden oder einfach in der unterschiedlichen Kultur.


Im Anschluss an die Veranstaltung hatten wir die Möglichkeit dem Imam noch einige Fragen zu stellen.


Wobstories.tv: Brauchen wir für ein adäquates Miteinander eine höhere Akzeptanz für den muslimischen Glauben oder eine bessere Integration der Muslime in die Gesellschaft?


Ibrahim: Man braucht beides um vernünftig miteinander aus zukommen. Das geht nicht von heute auf morgen, dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir es auf lange Sicht schaffen werden ein Umfeld zu gestalten in dem sich jeder Wohl fühlt.


Wobstories.tv: Besteht das Problem auch in dem sehr intensiven Glauben der Muslime und dem eher zurückgegangen Glauben der Deutschen?


Ibrahim: Der Islam ist eine lebendige Religion die täglichen Ritualen unterliegt, natürlich fällt es einigen schwer dies zu akzeptieren, vor allem wenn man selbst keinen oder nur einen geringen religiösen Hintergrund hat. Hier ist auch wieder die Akzeptanz gefragt.


Abschließend ist zu sagen das die Probleme noch nicht aus der Welt geschafft sind und noch viel Arbeit vor beiden Parteien liegt, dennoch zeigen gerade derartige Veranstaltungen, dass man miteinander reden muss um die andere Partei zu verstehen. Missverständnisse können verhindert und eventuelle Konfrontationen vermieden werden.

Stefano Scodanibbio gab außergewöhnliches Solokonzert in der Lichtinstallation von James Turrell

Das Kunstmuseum Wolfsburg führte in seiner Reihe "Licht und Klang" anlässlich der Ausstellung James Turrell. The Wolfsburg Project zeitgenössische Kunst und Musik der Gegenwart zusammen und ermöglichte ein synästhetisches Erlebnis von Licht und Klang, das in seiner Konstellation einmalig ist:

Der italienische Komponist und Kontrabassist Stefano Scodanibbio gab inmitten der Installation Bridget’s Bardo des weltweit bedeutendsten Lichtkünstlers James Turrell ein Solokonzert seiner Komposition

Voyage That Never Ends

Das Konzert war seit Wochen ausverkauft, die Zuschauer feierten Stefano Scodanibbio mit "standing ovations".

Stefano Scodanibbio (geb. 1956) gilt als einer der wichtigsten Kontrabassisten der Gegenwart. Sein Name ist seit den 1980er Jahren mit der Renaissance des Kontrabasses als Soloinstrument verbunden. Voyage That Never Ends ist ein Work-in-Progress-Projekt, eine nicht enden wollende Fortsetzung musikalischer Ideen. Scodanibbio erzeugt mit dem Kontrabass ein flirrendes Licht der Klangfarben und Obertöne, er schafft sonore, warme Grundierungen und pulsierende Felder, eine Reise in unerhörte Klanglandschaften.

John Cage über Scodanibbio: „I haven‘t heard better double bass playing than Scodanibbio‘s. I was just amazed. And I think everyone who heard him was amazed. His performance was absolutely
magic. He was really extraordinary.“

James Turrell (geb. 1943) hat mit dem Kunstmuseum Wolfsburg seine bisher größte begehbare Lichtinstallation realisiert, die er je für ein Ausstellungshaus entwickelte. Während des Konzerts tauchen die Besucher ein in die malerische Welt aus reinem, farbigen Licht, das man „mit den Augen fühlen“ kann. Während das Licht sich selbst offenbart und auf nichts außerhalb seiner Selbst verweist, treten Fläche, Farbe, Raum und jetzt auch Klang in ein Wechselspiel und schaffen eine Atmosphäre, die den Betrachter und seine Sinne vollständig umgeben.

Musikalische Beratung: Matthias Osterwold/Berlin

Bild - Stefano Scodanibbio, Foto: Kunstmuseum Wolfsburg